Die Kartennutzung

Unter Kartennutzung verstehen wir die Handhabung von Karten und die Erschließung des Karteninhaltes. Es beginnt bei der einfachen Identifizierung einzelner Objekte bis hin zur Interpretation geographischer Zusammenhänge.

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Wir unterscheiden zwei verschiedene Sichtweisen, die eng miteinander verbunden sind:

  • Kartometrie, d.h. eine Art mathematische Auswertung der Karte und das
  • Kartenlesen, d.h. eine geographische Auswertung durch Wahrnehmung und Deutung

Die Wahrnehmung des Karteninhaltes (Identifizierung von Objekten) nach seiner Lage und Ausdehnung im Gelände ist der erste Schritt der Kartennutzung. Die eindeutige Identifizierung hängt entscheidend von der Klarheit der Kartendarstellung ab.

Beispiel: Hier die Kläranlage an der Staatsstraße 2185 mit einer direkten Zufahrt in einem Talabschnitt.

Die Interpretation bzw. Deutung des Karteninhaltes aufgrund der Bewertung von Objekten geht über die reine Wahrnehmung hinaus. Durch die Deutung versucht der Kartenleser schon im Vorfeld Aussagen aus der Karte zu gewinnen, die für seine Planung und die weitere Vorgehensweise von Bedeutung sind.

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Beispiele aus der Praxis:
Welchen Weg soll man einschlagen um an das Ziel zu gelangen? Wie kommt man am schnellsten voran? Besonders die Höhenlinien müssen für eine Tourenplanung besonders berücksichtigt werden. Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der schnellste!
Welche Siedlungen liegen auf meinem Weg, gibt es fließende oder stehende Gewässer, welche ich berücksichtigen muss? Das Umgehen von Hindernissen ist hier besonders wichtig.
Mit welcher Vegetation muss ich rechnen? Welchen Wald habe ich vor mir? Welchen Weg sollte ich durch den Wald einschlagen? Gibt es Unterholz?
All diese Dinge und noch weitere muss man mit in die Planung mit einbeziehen. Welche zusätzlichen Hilfsmittel stehen mir zur Verfügung? In einem unübersichtlichen Gelände hilft mir ein hochwertiger Kompass weiter.

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Welche Informationen ich aus der Karte entnehmen kann hängt auch mit dem Kartenmaßstab zusammen. Aus einer Karte TK 1: 50.000, welche ein Gebiet von vier Karten TK 1:25.000 umfasst, kann natürlich nur das Wesentliche mit aufgenommen werden. Viele Objekte werden generalisiert bzw nicht mit aufgeführt. In der Karte TK 1:25.000 sind alle wesentlichen Verkehrswege, Einzelgebäude einer Siedlung, Gewässer und Vegeationsflächen mit dargestellt. In der Regel werden diese beiden Karten alle fünf Jahre aktualisiert. Hier im Beispiel eine TK 1:25.000 aus Österreich / Steiermark.


Die Orientierung im Gelände mit dem Karte- Geländevergleich

Himmelsrichtungen festellen

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Mit der Karte lassen sich bei ausreichender Sicht die Himmelsrichtungen feststellen, indem man die Karte mit Hilfe markanter Geländepunkte einnordet. Als Hilsziele dienen dabei Objekte, die in der Karte verzeichnet sind. (Kirchtürme, Einzelgehöfte, Hochspannungsleitungen, Straßen, Waldwege,…).
Die Karte dreht man so lange, bis die Richtungen vom eigenen Standort aus zu diesen Punkten in der Karte mit den entsprechenden Richtungen im Gelände übereinstimmen.
Dazu dreht man die Karte so, daß die dargestellten Linien der Karte parallel mit den Linien im Gelände verlaufen.

BEACHTE: Ist die Karte nicht mehr aktuell, kann die Situationsdarstellung nicht mehr mit der Realität übereinstimmen.(Wälder können abgeholzt, der Straßenverlauf hat sich mittlerweile geändert, Gebäude und Siedlungen können neu errichtet worden sein)

Bestimmen des eigenen Standortes

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Ist die Karte eingenordet, sucht man sich im Gelände zwei bis drei Punkte, die man von seinem Standort aus hintereinanderliegend sieht und die er in der Karte genau bestimmen kann; die beiden Punkte sollen möglichst weit auseinander liegen. In der Karte zieht er durch die Punkte eine Linie. Der Schnittpunkt dieser Linien bezeichnet den eigenen Standort. Kreuzpeilung (siehe auch mein erstes Handbuch! Dort ist das Verfahren genau beschrieben. Orientierung Leichtgemacht)

Wandern nach der Karte

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Wandert man in unbekanntem Gelände sollte man in regelmäßigen Abständen anhand eindeutiger Geländepunkte seinen Weg mit der Karte vergleichen. Dabei ist es zweckmäßig, die Karte immer grob eingenordet zu halten und zu wissen wo man sich gerade aufhält.

Kann man die Karte nicht fortlaufend mit dem Gelände vergleichen, muß man dies immer wieder an Geländepunkten mit ausreichenden Übersichtsmöglichkeiten tun.



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Hier im Beispiel Grieß: das Waldeck mit Landstraße und der Hochspannungsleitung, man beachte auch die Höhenlinien!.

Für eine Strecke, die man ohne Blick in die Karte zurücklegen muß, wählt man in seiner Marschrichtung liegende, gut erkennbare Punkte als Richtungspunkte. Ein Kompass ist hierbei ein guter Begleiter.

Mit dem Kompass, Auffang- und Leitlinien
(siehe auch mein erstes Handbuch)

Auch wenn ich noch so gut die Richtung messe und alle Möglichkeiten des optimalen Marschierens/ Wanderns nutze - ohne Auffanglinien und Querlinien werde ich mein Ziel nicht immer problemlos erreichen können. Dies geschieht mittels Auffang- und Leitlinien

Was ist eine Auffanglinie? Das ist ein Geländemerkmal, welches auf der Karte eingezeichnet ist und mich auch zum Ziel führt. Das kann ein Weg, eine Hochspannungsleitung, ein Fluss, ein Bach, ein Waldrand oder auch eine Straße sein. Die Linie liegt quer zu meiner Marschrichtung und fängt mich auf, wenn ich zu weit laufe.

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Ich will zu meinem Ziel, kann es aber nicht während des Marschierens im Auge behalten. Zwischen mir und meinem Ziel verläuft eine Auffangline in Form eines Weges. Wenn ich nun die Marschrichtung zu meinem Ziel aus der Karte ermittle, es aber während des Anlaufens nicht im Auge behalten kann, da ich mich im Wald befinde (oder Hügel, Wald, Maisfeld,…) dann sollte ich nicht direkt auf den Zielpunkt marschieren, sondern links oder rechts davon anhalten und mich dann beim Auftreffen auf die Auffanglinie auf das Ziel hinbewegen. Hierzu halte ich zunächst die ermittelte Marschrichtung so gut als irgendwie möglich ein, bis ich auf die Auffanglinie treffe und orientiere mich dann neu.

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Vorteil: ich verpasse nicht mein Ziel und laufe nicht in die falsche Richtung, falls ich doch das Ziel verfehle.
Eine Leitlinie im Gelände kann z.B. ein Flußlauf oder auch ein Waldrand sein. Auch hier ist ein kleiner Umweg oftmals der schnellere Weg zum Ziel.

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Vorteil: ich erreiche recht schnell und auf direktem Weg mein Ziel

Lange Visierlinien sind zu meiden!

Schon einige Seiten zuvor sagte ich, dass aus Gründen der Genauigkeit keine lange Visierstrecken zu empfehlen sind. Zwischenziele sind hier nach Möglichkeit zu nutzen. Diese können aber auch beim Umgehen von Hindernissen sehr hilfreich sein.

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Natürlich ist es ein Einfaches auch natürliche Hilfslinien zu verwenden die längs zu meiner Marschrichtung liegen. Wege, Flüsse, Waldränder, Hochspannungsleitungen, alles das kann sich dazu eignen. Der Kompass ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber er ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für die Orientierung. Auch im Zeitalter des GPS.

Wandern mit Kartenmesser und Schrittzählern

Folgende Situation: ich stehe am Waldrand und möchte den in die Karte eingetragenen Weg gehen. Es kann sich hierbei um einen Wanderweg, Feldweg oder Ähnliches handeln.

Es gibt mitten im Wald keine Anschlußsichten, währends des Wanderns möchte ich aber wissen, wo ich genau bin, nicht nur in etwa, sondern genau.

Dazu stelle ich am Waldrand, bevor ich in den Wald gehe meinen Schrittzähler auf Null. Im Wald selber lese ich die Anzahl der zurückgelegten (Kilo-)Meter ab und fahre diese Strecke mit meinem Kartenmesser auf meiner Karte ab. Der Weg ist in der Karte eingezeichnet. Ich habe meinen Standpunkt. Ich muss hier betimmt nicht betonen, dass hier der große Kartenmaßstab die bessere Alternative in der Wahl der Karte ist. Dafür ist der Maßstab der Topografischen Karte 1:25.000 oder größer gut geeignet.

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Bestimmen der Himmelsrichtung ohne einen Kompass

Mit der aktuellen Uhrzeit und dem Sonnenstand kann ich auch die Himmelsrichtungen bestimmen. Ich führe hier zwei Möglichkeiten auf:

  • mit einer Armbanduhr
  • mit einem Schattenkompass

Die Armbanduhr zum Ermitteln der Südrichtung

Als Faustformel für unsere Breiten kann folgendes Schema zwischen 06:00 Uhr und 18:00 Uhr verwendet werden:

Der kleine Zeiger (Stundenzeiger, hier rot) der Armbanduhr zeigt zur Sonne und die Winkelhalbierende zur 12 zeigt uns die Südrichtung (S). anbei drei Beispiele:

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Achtung! Sommerzeit beachten. Wir verwenden nur die reguläre Zeit für unsere Breiten (Winterzeit)

Der Schattenkompass zur Bestimmung der Nordrichtung (GeN)

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Dazu benötigen wir nur Zeit und keine aktuelle Uhrzeit wie im ersten Fall mit der Armbanduhr. Die Messungen müssen nur zeitversetzt ablaufen.
Wie wir wissen, geht die Sonne im Osten auf und im Westen unter. Im Mittag steht sie in unseren Breiten im Süden.

Ich haben einen Stab, den ich senkrecht in die Erde ramme und ziehe einen konzentrischen Kreis um den Stab. Nun markiere ich (z.B. am Vormittag) den Schnittpunkt des Schattenwurfes des Stabes mit dem konzentrischen Kreis. Am Nachmittag wiederhole ich diesen Vorgang, markiere auch hier den zweiten Schnittpunkt mit dem Kreis.

Nun ermittle ich die Winkelhalbierende beider Schnittpunkte und erhalte somit die Nordrichtung. Dies ist natürlich nicht MaN oder GiN sondern GeN.

Das Schätzen von Entfernungen

Allgemein gibt es noch einige Merkregeln, die ich bereits zu Beginn meiner aktiven Militärzeit gerlernt habe:

Ziele erscheinen dem menschlichen Auge näher, wenn

  • es bergab geht
  • bei hellem Hintergrund
  • wir über Täler und Schluchten sehen
  • das Gelände gleichmässig ausgeprägt ist

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Ziele erscheinen dem menschlichen Auge weiter, wenn

  • es bergauf geht
  • es trüb und bebelig ist
  • die Ziele nur teilweise sichtbar sind

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Der Daumensprung als Faustformel für die Streckenmessung (Entfernung)

Ich suche die Strecke zum Ziel. Auch hier gilt wieder der Strahlensatz. Als Hilfsmittel dient mir hier mein Daumen, der Abstand Auge zum Daumen und die geschätzte Entfernung zum Ziel.

Gegeben:
a: Abstand linkes und rechtes Auge: ca 6 cm
b: Abstand Auge Daumen bei ausgestrecktem Arm: ca 70 cm
d: Strecke, welche ich schätze

Gesucht
c: Strecke zum Ziel

Es gilt auch hier folgender Sachverhalt:

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Was muss ich nun tun?

Das Verhältnis der Strecke a zwischen den Augen und der Strecke b zum Daumen entspricht im Durchschnitt in etwa 1:10. Dieses Verhältnis gilt auch für die Strecken d und c

Die Handhabung:
Ich strecke den Arm aus, hebe den Daumen und schließe das rechte Auge. (Das linke Auge schaut zum Ziel). Ich visiere das Ziel mit der linken Seite vom Daumen. Dann schließe ich das linke Auge und wiederhole den Vorgang mit dem rechten Auge. Der Daumen „springt nach links“ zur Seite.

Ich schätze die Strecke d(den Abstand zwischen den beiden Punkten, welchen ich mit beiden Augen anvisiert habe.). Diesen geschätzten Abstand multipliziere ich mit dem Faktor 10 und ich habe die gesuchte Entfernung.

So habe ich die gesuchte Entfernung auf die Schnelle geschätzt.

Natürlich geht das mit dem Kompass genauer, aber der Daumensprung ist eben eine Faustformel.

Höhenlinien in der Karte und im Gelände - das Messen von Geländewinkel

Natürlich kann ich auch vertikale Winkel im Gelände messen. Ich benötige die Daten um meine Tour zu planen oder zu ermitteln oder ob mein Kfz die anstehende Geländesteigung auch befahren kann. Mit Hilfe meines Kompasses ist das kein Problem.

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Ablesen von Höhenwinkeln im Gelände

In der Thermoelastischen Fluiddose meines Kompasse Alpin von K&R ist ein beweglicher schwarzer Zeiger eingearbeitet. Dieser gehorcht der Schwerkraft und zeigt immer zum Erdmittelpunkt. Die Skala zeigt die Geländesteigung in Grad. Der Wert wird einfach nur abgelesen - hier sind es 20° Steigung.



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Man winkelt den Spiegel wie rechts im Bild an und visiert die Bergspitze oder Ähnliches an. Nun muss ich nur noch den Winkel, der in der Kompasskapsel an der Höhenskala angezeigt wird im Spiegel ablesen. Kinderleicht.

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Eine Skala auf dem Kompassdeckel gibt uns aufgrund der Gradzahl die Steigung in Prozent an. Die gemessenen 20° entsprechen 36% Steigung. Auf 100 Meter Strecke haben wir also 36 Meter Höhendifferenz. Dieser Kompass Alpin ist in Zusammenarbeit mit Bergführern bereits vor sehr vielen Jahren entwickelt worden und daher auch für für Bergsteiger sehr gut geeignet.


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Beim meinem Peilkompass Meridian Pro kann man die Steigung und gleich die Anzeige in Prozent an der seitlich angebrachten Skala ablesen.





Ermitteln der Steigung aus der Karte

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Hierzu lege ich den geöffneten Kompass Alpin mit dem Deckel nach unten auf die Karte. Auf der Seite ist die sogenannte Äquidistanzskala angebracht. Die parallelen Striche auf dieser Skala bringe ich in Übereinstimmung mit den Höhenlinien. Nun kann ich an dieser Stelle die Steigung bzw das Gefälle ablesen und entscheiden, wie ich meinen Weg fortsetzen oder im Vorfeld auch planen will. Hier muss man natürlich den Kartenmaßstab berücksichtigen.

Auch hier kann ich auf dem Deckel die Steigung in % ablesen.

Die Steigung zwischen diesen Höhenlinien betragt bei meiner TK 1:25.000 30°, in Prozent ausgedrückt knapp 60%. Nur zum Klettern geeignet.

Verlängerung der Schrägstrecke in Abhängigkeit von der Steigung

Eine Schrägstrecke, die Strecke im hügeligen Gelände, ist immer länger als die ermittelte Strecke aus der Karte. Das sollte man auch bei der Tourenplanung berücksichtigen.

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[%] die ich pro 100 Meter mehr laufen muss, wenn ich folgende Steigung [%] habe:

Höhendifferenz [m] Steigung [%] Horizontalstrecke [m] Winkel α [°] Schrägstrecke [m] Faustformel [%]
5 5 100 2,86 100,13 0
10 10 100 5,71 100,49 1
15 15 100 8,53 101,12 1
20 20 100 11,31 101,98 2
25 25 100 14,04 103,08 3
30 30 100 16,7 104,40 4
35 35 100 19,29 105,95 6
40 40 100 21,8 107,7 8
45 45 100 24,23 109,69 10

Die Ermittlung erfolgt durch einfache Winkelberechnung und Streckenberechnung im Rechtwinkligen Dreieck mit tan und cos Funktionen.

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Der Planzeiger zum Ermitteln der Koordinaten aus der Karte

Der Planzeiger dient dazu, die Lage eines Punktes auf der Karte für einen anderen Benutzer der gleichen Karte exakt zu beschreiben. Einen Planzeiger findet man zB. auf der Grundplatte eines Kompasses (hier Kompass ALPIN) oder auch auf einem Kartenwinkelmesser.

Allgemeine Regeln

Ein Planzeiger ist maßstabsgebunden - ein Planzeiger 1:25.000 gilt für Karten 1:25.000. Der Rechtswert (auch Ostwert) ist der Abstand des Punktes von einer senkrechten Gitterlinie nach rechts, der Hochwert (auch Nordwert) sein Abstand von einer waagrechten Gitterlinie nach oben.

Der Gebrauch des Planzeigers

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senkrechte Gitterlinie 37, von hier aus nach rechts; waagrechte Gitterlinie 04, von hier aus nach oben.

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Man misst und nennt stets zuerst den Rechtswert, dann den Hochwert. Die Nummer der senkrechten Gitterlinie entnimmt man dem oberen oder unteren Rahmen der Karte, die der waagerechten Gitterlinie dem linken oder rechten Rahmen.

Die kleineren Ziffern zu Beginn geben den Meridianstreifen an, dann folgt die Nummer der Gitterlinie und schließlich der Abstand in Metern.

Der Rechtswert kann auch mit E (Englisch East = Osten) oder y, der Hochwert mit N (Englisch North = Norden) oder x bezeichnet werden. Beispiel für Punkt A in Metern:

E 527 000 + 700 = 527 700 ;
N 5396 000 + 450 = 5396 450

Der Kartenwinkelmesser - ein universelles Instrument für die Orientierung mit der Karte

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Messen Ermitteln
Richtungen und Gegenrichtung; Winkelmessung Eigene Standortbestimmung (Kreuzpeilung) und Grundlage zur Ermittlung der örtlichen aktuellen Deklination mit einem Peilkompass
Höhenlinienabstände messen Steigung und Gefälle
Lineal Horizontalstrecke
Planzeiger Koordinaten

Ich lege dazu den Planzeiger des Kartenwinkelmessers deckungsgleich auf das Planquadrat in dem der zu bestimmende Punkt liegt. Hier muss man den Maßstab beachten. Meine topografische Karte hat den Maßstab 1:25.000 . Also muss ich auch den Planzeiger 1:25.000 verwenden.


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Hier im Beispiel die UTM-Koordinaten der T-Kreuzung Bild: 657 800E 5495 600N

An den Rändern der Karte findet man die Koordinatensysteme unter den Geodätischen Grundlagen.

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Das Anfertigen einer Geländeskizze

Manchmal kommt es vor, dass ich keine Karte (mehr) habe. Ich muss mir dann vom Gelände eine Skizze anfertigen. Sei es, dass die Karte verloren gegangen ist oder ich aus dem Kartenblatt herausgehe und mir vom vor mir liegenden Gelände ein „Bild“ für den künftigen Weg anfertigen muss. Um nun nicht im Nirwana zu verschwinden, zeige ich zwei einfache Möglichkeiten sich auch hier beim Weitergehen zu orientieren. Auch hier gilt es wie im normalen Leben: ich muss mein Ziel kennen.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei verschieden Arten von Skizzen:

  • Grundrißskizze (oder auch Gelände- und Wegeskizze)
  • Ansichtsskizze (zeigen das Gelände so, wie man es sieht)

Die Grundrißskizze stellt die Gegebenheiten des Geländes auf eine vereinfachte und vergrößerte Art dar. Die Kartenzeichen werden hier vereinfacht dargestellt:

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Beispiel einer einfachen Geländeskizze:


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der eigene Standort wird mit einem Kreuz gekennzeichnet

geschätzte Entfernungen werden eingetragen

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Nordpfeil nicht vergessen!
der Pfeil zeigt uns auf der Skizze die Richtung wo MaN liegt

Der Marschweg wird in einer Geländeskizze sehr vereinfacht dargestellt. Entlang des Weges werden die Ortschaften, Waldstücke, Wege, Gewässer, …schematisiert, soweit diese für das Zurechtfinden erforderlich sind. Es ist empfehlenswert, einzelne Teilstücke mit Entfernungen anzugeben.

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